XXXII. FishlightMärz 2010Inhaltsverzeichnis
Am 19.12.2009 haben wir, die Aquakids, unsere Weihnachtsfeier im Waldhaus in der Buchhorst gefeiert. Mittags ging es los und wir durften erst einmal vom Parkplatz Höseweg zum Waldhaus gehen. Dort angekommen durften wir uns frei bewegen, auf einem Grundstück, welches eingezäunt war. Wir haben uns erst einmal im Wald ausgetobt, da man sehr schöne "Hütten" aus Zweigen bauen konnte. Die von den Eltern zubereiteten und mitgebrachten Speisen wurden derweil mit dem Auto hergefahren, und als es schon leicht dämmerte, hatte jeder schon etwas gegessen. Als es dann später wurde, und wir einige weitere Runden im Wald gedreht hatten, gab es Stockbrot. Wem kalt wurde, der konnte sich auch in einem kleinen "Waldhäuschen" aufwärmen, das schon vorher angeheizt wurde. Der Holzofen spendete nicht nur Wärme, sondern durch ihn konnte man auch aufgewärmten Punsch trinken, da er oben so heiß war, dass man darauf kochen konnte. Nachdem wir uns dann alle ordentlich ausgetobt hatten, war es auch schon dunkel. Am Ende der Veranstaltung gab es einen Fackelzug bis zurück zum Parkplatz. Alles in allem war es eine schöne Weihnachtsfeier, doch eines war etwas unangenehm: die Toilette war sehr zugig, wodurch der ..... eingefroren ist. Leon Siwek, Aquakids Aquarienclub Braunschweig e.V.
Vom 5.-7. Februar 2010 fand in Hannover die Heimtiermesse statt. Auch im Programm: The Art Of Planted Aquarium, das Championat im Aquariengestalten. Dieses Jahr waren auch wir, die Aqua-Kids vertreten, denn wir haben dort auch ein Aquarium gestaltet. Wir haben zusammen ein 250Liter-Becken eingerichtet, aber bis es dazu kam, hatten wir viel zu tun. Als wir schon angemeldet waren, fingen wir an, uns ein Konzept zu überlegen, und einigten uns schließlich darauf, ein asiatisches Becken einzurichten. Die benötigten Steine konnten wir uns bei "das Aquarium" leihen. Die Pflanzen auszuwählen machte uns auf die lange Sicht Probleme, denn wir fanden heraus, dass es gar nicht so viele asiatische Vordergrundpflanzen gibt. Als wir dann alles zusammen hatten, habe ich auf dem nächsten Vereinsabend eine Stockliste mit lieferbaren Pflanzen bekommen, die uns von der Gärtnerei "Las Lucanas" aus Teneriffa zur Verfügung gestellt wurden, und musste schon einmal umdenken, da ein Teil der gewünschten Pflanzen nicht lieferbar war. Die Pflanzen wurden dann bunt zusammengestellt. Somit mussten wir den Plan vom asiatischen Becken etwas abändern. Nun konnten wir lange Zeit nichts tun, außer zu warten. Als dann endlich der 5. Februar da war, ging es nach der Schule endlich los. Die Sachen waren gepackt, und wir hatten vereinbart, die Pflanzen am Vormittag abzuholen, doch diese waren schon weiter mit nach Hannover genommen worden. Als wir dann in Hannover ankamen, gab es viel zu tun. Als erstes wurden die Pflanzen abgeholt, dann wurde der Kies eingefüllt. Es folgten die Steine und Wurzeln und dann wurden die Pflanzen ausgepackt. Es folgten einige Stellproben, und zum Schluss hatten wir es dann doch geschafft. Alles stand so, wie es gepflanzt werden sollte. Jetzt wurde zunächst ein wenig Wasser eingefüllt, und nun wurden die Vordergrundpflanzen eingepflanzt. Danach wurde wieder ein wenig Wasser hinzugegeben und die Mittelgrundpflanzen wurden gepflanzt. So arbeiteten wir uns immer weiter fort, bis das Becken voll war, und dann war es auch schon wieder Abend. Bevor wir nach Hause fuhren, schlossen wir noch Wetten ab, wie viele Pflanzen morgen oben schwimmen würden. Von der restlichen Messe haben wir an diesem Tag kaum etwas gesehen. Am nächsten Morgen waren wir dann alle verwundert, denn alle Pflanzen waren noch da, wo sie sein sollten. Wir kescherten noch einmal abgefallene Blätter ab, und viel mehr gab es auch heute nicht zu tun. Endlich konnten wir uns die Messe anschauen. Ich habe bis jetzt nur von unserem Aquarium gesprochen, aber es gab dort auch noch viel mehr. Die Auswahl an ausgestellten Tieren ging von Fischen über Riesenschildkröten hin zu Hunden, auch Katzen und Vögel waren zahlreich vertreten. Wir schauten uns etwas um, und bemerkten auch die Becken des Garnelenchampionats, welches auch dort stattfand. Mir kam es so vor, als habe man sämtliche Garnelenarten, die man finden konnte ausgestellt, auch Krebse waren dort vertreten. Zusätzlich zu alldem gab es auch einen Gestaltungswettbewerb für Nano-Aquarien, die auch sehr schön anzusehen waren. Die Becken waren sowohl bei den kleinen, als auch bei den großen Becken sehr unterschiedlich gestaltet. Da gab es kahle Becken mit nur wenig Pflanzen und mehr Steinen, aber auch umgekehrt. Einem Beckengestalter reichte der Platz im Becken nicht aus, also hatte er außen noch weitergebaut. Das war eine sehr schöne Idee, aber sehr zeitaufwändig. Auf der Messe gab es auch einen Bäcker, und nach dem wir diesen überfallen hatten, machten wir uns auf den Heimweg. Am nächsten Tag, am 7. Februar, sollte um 16.00 Uhr die Preisverleihung stattfinden, also fuhren wir erst zum Nachmittag hin. Mit geringfügiger Verspätung wurde dann auch angefangen, und erst einmal wurde eine Rede gehalten, in der es um die internationale Jury und die Sponsoren ging. Es folgten die Preise für die gestalteten Nano-Aquarien, und bevor die Preise für den sogenannten XXL Wettbewerb ging, bekamen die Jugendgruppen, die teilgenommen haben ein Aqua-Scaping Set für Nano-Aquarien, und einen 100,- € Einkaufsgutschein bei "das Aquarium". Dann wurden die Preise für die übrigen Becken verlesen, und dann machten wir uns nach einem Getränk an den Abbau des Beckens. Alles in allem war es anstrengend, aber es hat sehr viel Spaß gemacht. Mal sehen, ob wir im nächsten Jahr noch einmal mitmachen. Leon Siwek, Aquarienclub Braunschweig e.V.
Am 21. November haben wir (die Aqua-Kids) uns um 10 Uhr vor dem Naturhistorischen Museum mit Mark Regent, dem Leiter der Aquarien dort, getroffen. Wir sind mit ihm in die Aquarienabteilung hinunter gegangen, und er hat uns erst einmal gefragt, was für Fische wir im Aquarium halten. Danach sind wir in die Quarantäne-Station gegangen, und haben uns dort umgeschaut. Dort waren sehr viele Fische, mehr als in den Schauaquarien, und auch viele andere Tiere, darunter Schlangen, Herkuleskäfer, Schnecken und vieles mehr. Als wir uns umgeschaut hatten, gingen wir wieder hinaus, und die Fütterung fing an. Es war sehr spannend, wie viele verschiedene Gänge es gab, pflanzliches Futter (Spinat und Algen) über Garnelen bis zu richtigen Fischfilets und größeren Garnelen. Jedes Aquarium bekommt mehrere Gänge, und zum Schluss waren noch der Feuerfisch, die Schützenfische und die Piranhas übrig. Es war spannend zu sehen, wie der Feuerfisch sein Futter zu sich nimmt, denn er saugt es zum Maul, und frisst es dann. Danach kamen die Piranhas, wir hatten schon überlegt, wer in das Becken springen muss, doch sie wurden dann doch mit Fischstückchen gefüttert. Wir durften sie selbst füttern. Hierzu hatte Mark Regent eine lange Pinzette dabei, mit der wir die Stücke in das Becken gehalten haben. Die Fische kamen dann recht schnell, und haben ein Stück abgebissen. Aber nachdem der erste gefüttert hatte, bemerkten die Fische, dass irgendetwas anders war, und trauten sich nicht mehr. Die Fischstückchen wurden ins Wasser geschmissen, wo sie dann recht schnell aufgefressen wurden. Der Basilisk, der im gleichen Aqua-Terrarium wie die Piranhas lebt, bekam auch ein Stück Fisch ab, was er dann verspeißte. Die letzten Fische, die gefüttert wurden,waren die Schützenfische. Diese wurden mit Heimchen gefüttert, welche von den Aqua-Kids etwa 20-30 cm über der Wasseroberfläche gehalten wurden. Die Schützenfische schossen sie dann ab, sodass sie im Wasser landeten und sofort verspeist wurden. Ich fand dieses Treffen sehr spannend, und hoffe, dass wir soetwas noch einmal machen können. Leon Siwek, Jugendgruppe Aqua-Kids, Aquarienclub Braunschweig e.V.
Als ich neulich meinen Glasmüll entsorgen wollte, fand ich im Schnee ein kleines Vollglasaquarium, ca. 14 x 14 x 17 cm. Eine kleine Schmarre hatte das zukünftige Aquarium schon, aber es war noch vollkommen unbenutzt und so habe ich alte Flaschen gegen ein neues Aquarium getauscht. Der ehemalige Besitzer hat es glücklicherweise nur in den Schnee geschmissen, in den Glascontainer hat es wohl nicht hinein gepasst. Da ich ein Fan der Naturaquarien von Takashi Amano bin, wollte ich gerne ein kleines Pflanzenbecken daraus machen.
Dazu braucht man:
Einrichtung und Technik Den Kies habe ich schräg in das Aquarium gefüllt, so dass der Eindruck eines Hanges entsteht, woraus der dekorative Stein hervorstößt. Die Pflanzen habe ich aus meinem Wohnzimmeraquarium entnommen, in dem auf dem Hamburger Mattenfilter über einige Monate Perlenkraut Hemmianthus emers gewachsen ist und allmählich mit seinem Wurzelgeflecht dafür gesorgt hat, dass nur noch wenig Wasser in den Filter geströmt ist. Davon konnte ich mir ein paar Teppiche abschneiden, die ideal verwachsen waren und viele Wurzeln besaßen. Dadurch halten die Pflanzen besser am Grund und müssen nicht künstlich beschwert werden. Dazu habe ich für die Bergspitze, also den Stein, ein schon vergessen geglaubtes Moos aus dem Wohnzimmeraquarium gefischt, das sich nun hoffentlich üppig vermehrt. Hier war es zwischen schnell wachsenden Saggitarien bisher nicht möglich. Die Beleuchtung bildet eine Schreibtischlampe mit einer Energiesparleuchte. Damit wird dieses Naturaquarium und ein angrenzendes Garnelenaquarium beleuchtet. Ein wenig Licht strahlt noch von einer HQL-Lampe mit 80 Watt herüber.
Kritische Betrachtung Man könnte mit Aquarienpflanzendünger vorsichtig in kleinen Mengen düngen, jedoch haben die kleinsten Schwankungen der Menge des Düngers große Auswirkungen, weil die Konzentration in der Relation zur Wassermenge sehr leicht beeinflusst werden kann. Nicht zu vernachlässigen ist auch, dass sich der Dünger schlecht verteilt, da keine Strömung vorhanden ist. Die Temperatur des Mini-Aquariums wird durch die Raumtemperatur bestimmt. Das kann für einige Aquarienpflanzen problematisch werden, weil niedrige Temperaturen und Schwankungen von so kurzfristiger Art sich wachstumshemmend auswirken können. Somit ist nicht ganz unwahrscheinlich, dass sich schnell Algen bilden werden. Die Temperatur des Aquariums wird tagsüber vermutlich 20 - 22°C betragen.
Fazit Lawrence Kemnitz, Aquarienclub Braunschweig e.V.
Wenn die schönste Zeit des Jahres kommt, stellt sich oft die Frage: Und was ist mit den Fischen? Als erstes wird dabei meist ans Futter gedacht. Das ist allerdings nur ein Punkt, den es zu beachten gilt. Fische verhungern nicht so schnell. Ein gesunder, erwachsener Fisch hält es bei 2, sogar 3 Wochen problemlos ohne Fütterung aus. Viele Fische wirken nach dieser Zwangsdiät sogar sehr vital. Hat man Mitleid mit den Fischen und traut ihnen die Nulldiät nicht zu, so gibt es verschiedene Möglichkeiten, sie in der Abwesenheit zu versorgen. Der Handel bietet z.B. Futterautomaten und Wochenend- bzw. Ferienfutter an. Bei den Futterautomaten muss bedacht werden, dass sie nicht immer einfach so auf das Aquarium passen. Es sind Öffnungen in die Abdeckungen einzubringen, oder die Abdeckung muss leicht geöffnet bleiben. Als Füllung kommt nur Trockenfutter in Frage. Es muss eine Form gewählt werden, die nicht verklumpt. Der Handel bietet Futterautomaten an, bei denen eine genaue Dosierung des Futters in kleine Kästchen erfolgt. Bei Anderen, die einen Vorratsbehälter haben, gibt ein Mechanismus zu eingestellten Zeitintervallen eine Portion Futter ins Aquarium ab. Damit das Futter nicht verdirbt, darf keine Feuchtigkeit in den Vorratsbehälter gelangen. Am besten probt man einige Zeit vor dem Urlaub, ob und wie es mit dem Futterautomaten funktioniert. Eine andere Variante ist das so genannte Wochenend- und Ferienfutter. Dabei ist Futter in einer Kalkverbindung eingebracht und in Form gepresst. Mit der Zeit löst sich die Form auf und das Futter wird freigegeben. Das ist allerdings auch der Knackpunkt an dieser Darreichungsform. Es hängt von den Wasserwerten wie Härte und pH-Wert ab, wie schnell sich die Verbindung auflöst. Die Futtermenge kann nicht wirklich kontrolliert werden. Der Trägerstoff für das Futter kann die Wasserwerte beeinflussen. Besser ist es da, die Verwandtschaft oder Bekannte/Freunde/Nachbarn zu fragen. Diese können sich dann auch gleich um die Post, Blumen und andere Haustiere kümmern. Leider neigt der Nichtaquarianer dazu, es zu gut mit den Futtergaben zu meinen, weil die Fische sehr gierig beim Fressen sind und regelrecht um Futter betteln. Dagegen kann man allerdings vorbeugen. Entweder man notiert die genaue Futtermenge, die täglich zu geben ist, oder man packt das Futter vorher portioniert ab. Filmdosen sind hierzu ideal oder Überraschungseier. Damit ist es sogar möglich, Frostfutter zu portionieren und zu verfüttern. Behälter öffnen und einfach ins Aquarium kippen. Nicht jeder fasst gern irgendwelche (gefrorenen) Würmer oder Ähnliches an. Alle anderen Futterdosen werden weggeschlossen. Die menschliche Betreuung des Aquariums während der Abwesenheit hat noch einen weiteren Vorteil, denn etwas ist noch wichtiger als der volle Magen der Fische: die Technik des Aquariums. Ein Ausfall von Filter, Licht oder Heizung kann viel größere Schadauswirkungen haben als etwas Hunger bei den Aquarienbewohnern. Ohne Licht können die Pflanzen keine Photosynthese betreiben, also kein Kohlendioxid in Sauerstoff wandeln. Mehrere Tage ohne Licht macht den Pflanzen zu schaffen. Teile der Pflanzen fangen an abzusterben. Dieser Prozess zehrt Sauerstoff, denn die toten Pflanzenteile werden von Bakterien zersetzt. Wenn der Filter steht, wird die Oberfläche nicht mehr bewegt und der Gasaustausch reduziert, was zu einem Sauerstoffmangel führen kann. Die Filterbakterien sterben ab, da sie ebenfalls Sauerstoff, welchen sie aus dem durchfließenden Wasser erhalten, brauchen. Der Stickstoffkreislauf im Aquarium gerät ins Stocken. Wenn das Aquarium nicht klinisch rein ist, gut bepflanzt und wenig Fischbesatz aufweist, kann das problemlos von Mulm und den Pflanzen aufgefangen werden. Nur brauchen diese Prozesse Sauerstoff, der durch die fehlende Oberflächenbewegung zur Mangelware werden kann. Sollte aber so wenig Sauerstoff vorhanden sein, dass ein oder mehrere Fische sterben, beginnt ein Teufelskreis. Es laufen Abbauprozesse ab, die Sauerstoff benötigen, zudem entsteht Nitrit. Nitrit ist für Fische giftig und führt schon in geringsten Konzentrationen zum Fischtod. Im Sommer nicht so schlimm, aber im Winter kann der Ausfall der Heizung dazu führen, dass sich das Wasser extrem abkühlt. Vor allem, wenn die Wohnung nicht geheizt wird. Tagsüber heizt zwar die Aquarienbeleuchtung, aber nachts wird es dann recht frisch. Nicht jeder Fisch verkraftet Temperaturen von unter 20 °C auf Dauer. Ist jemand da, der ab und zu ein Auge auf die Aquarien und seine Bewohner werfen kann, so kann bei technischen Defekten schnell festgestellt und eingeschritten werden, bzw. es kann um Hilfe ersucht werden. Dazu ist es vorteilhaft, der Urlaubsbetreuung z.B. Kontaktdaten eines anderen Aquarianers zu geben. Normalerweise passiert rein gar nichts, aber es beruhigt die Nerven ungemein, wenn man weiß, da ist jemand, der sich kümmert und man kann seinen Urlaub genießen. Kerstin Hirt, Aquarienclub Braunschweig e.V.
Am 21.12.2009 war es wieder so weit. Eine Tagungsfahrt zur Wasserpflanzengärtnerei OK Dessau stand auf der Tagesordnung. 16 Vereinsaktive machten sich per Blechkarosse auf den Weg nach Osten. Zur Kostenoptimierung erfolgte dies natürlich mittels Fahrgemeinschaften. Um 11 Uhr vormittags empfing uns dann wie abgesprochen Oliver Krause, der uns die neuesten Entwicklungen seines Gärtnereibetriebes erläuterte. Neben Pflanzenneuigkeiten auf dem Aquaristikmarkt, einem Gang in seine Außenanlagen und Nebengewächshäuser, in denen unterschiedlichste Aquarienpflanzen auch Überwintern sollen, erläuterte er auch bereitwillig Fragen zu Kulturproblemen. Neben der Herausforderung mit hohen Energiekosten, der Wärmeisolierung in den Kulturbereichen ist hier insbesondere das dosierte Lüften der Gewächshäuser eminent wichtig. Würde dieses nicht erfolgen, käme es durch einen übermäßigen Anstieg der Luftfeuchtigkeit zu Pilzbefall in den Pflanzenkulturen und damit auch zu einem unerwünschten Verlust von Pflanzen. Neben diversen Stängelpflanzen fanden insbesondere Echinodoren und Anubien, aber auch die unterschiedlichen Unterwasserfarne sowie Nano-Becken-Pflanzen reges Interesse. Jeder konnte sich hierbei ein paar Kostbarkeiten aussuchen und mit auf den Heimweg nehmen. Nach einer stärkenden Mahlzeit im benachbarten China-Restaurant, wo die gewonnenen Eindrücke auch noch mal verarbeitet wurden, ging es dann auf den Rückweg nach Braunschweig. Oliver Krause danken wir auf diesem Wege nochmals herzlich für seine Gastfreundschaft. Fishlight-Redaktion, Aquarienclub Braunschweig e.V.
Hierbei handelt es um eine südamerikanische Amazonas-Schwertpflanze, die durch eine satt hellgrüne Blattfärbung regelrecht ins Auge sticht. Die Parviflorus weist länglich-lanzettliche Blätter mit einer nahezu stumpfen Spitze und einer relativ breiten Blattspreite auf. Sie kann eine Höhe von bis zu ca. 25 cm erreichen. Je nach Größe der Becken und der jeweiligen Pflanze eignet sich diese "Amazonas" zur Bepflanzung des mittleren oder hinteren Aquarienbereichs. Ich habe es selbst sogar gewagt, kleine Pflanzen aufgrund ihres schicken Aussehens in den Vordergrundbereich zu setzen. Das ist natürlich keine langfristige Lösung, wenn ein entsprechender Größenzuwachs eingetreten ist. Den Echinodorus parviflorus habe ich als genügsame Pflanze erlebt. In Silikat-Kies-Bodengrund mit einer Mächtigkeit von mindestens 6 cm und etwas Bodendünger sind die Pflanzen bei mir sehr gut angewachsen. Der pH-Wert liegt etwa im Bereich von pH 6,5-7,5, die Gesamthärte bei etwa 8° dGH. Die Pflanzen sind in einem 54L-Becken eingesetzt und erhalten täglich 7 Stunden Licht (T8-Leuchtstoffröhre, Farbton "Tageslicht"). Unter diesen Bedingungen wurden zügig neue Blätter gebildet. Negative Erscheinungen waren bisher noch nicht zu entdecken. Wer sein Becken mit einer CO2-Düngung betreibt, wird sicherlich keine Nachteile erleben. Nach meinen Erfahrungen ist es aber nicht zwingend notwendig, um die Parviflorus unter den gängigen Aquarienbedingungen zu kultivieren. Wer also eine interessante Amazonas-Schwertpflanze sucht, tätigt mit dieser Art eine gute Wahl und gewinnt damit zudem einen kleinen Blickfang für das Aquarium. Eckhard Fischer, Aquarienclub Braunschweig e.V.
Beschreibung
Vorkommen
Pflege
Zucht
Ähnliche Arten
Bemerkungen Kai A. Quante, Aquarienclub Braunschweig e.V.
Weitere Tiere für Nano-Aquarien finden Sie auf der Seite Aquaristik Consulting.
Es muss 1947 gewesen sein, als ich bei meiner Oma ein Glas von ca. 13 l Inhalt mit einem Aufsatz, aus Gips modelliert und rund, sah. Der Aufsatz war halb offen, so dass 2 Kinderfiguren ins Glas schauen konnten. Dieses Glas war ein Aquarium, und ich musste es unbedingt haben! Also habe ich meine Oma so lange angebettelt, bis sie nachgab und es mir schenkte. Hurra, ich hatte mein erstes Aquarium! Wo aber jetzt Fische herbekommen? Ein Bekannter meines Vaters kannte jemanden, der mir einen Goldfisch besorgen konnte, denn mit Kaufen ("Hol ich mir!" oder "Muss ich haben!") war 1947 so kurz nach dem Krieg nichts. Und für Geld (Reichsmark) schon gar nicht. Mein Vater opferte 10 selbst gedrehte Zigaretten für einen kleinen Goldfisch, den ich dann zum Geburtstag bekam. Pflanzen besorgte ich mir aus dem nahe gelegenen Fluss, in diesem Fall die Ruhr bei Essen-Steele, wo ich wohnte und aufgewachsen bin. Die Pflanzen ähnelten dem Tausendblatt oder der Wasserpest, ich kann es gar nicht mehr genau sagen. Der Bodengrund war grober Sand. Futter gab es auch nicht zu kaufen, also Wasserflöhe auf dem Friedhof in den Wasserbecken für Giesswasser fangen und auch für den Winter trocknen. Und sonst kleine Regenwürmer, und ach Weiß Gott, was ich alles gefüttert habe! So ging das vielleicht ein dreiviertel oder bis ein Jahr, und mein Goldfisch hatte sich wohl in dem kleinen runden Glas einen Drehwurm geschwommen. und ist dann mit dem Bauch nach oben geendet. Dann kam mein erstes Becken mit Heizung und Beleuchtung. Doch das ist eine weitere Geschichte. Bruno Overwin, Aquarienclub Braunschweig e.V.
Viele stellen sich die Frage, womit und wie richte mein Aquarium ein. Hier ein Beispiel dazu: Bevor man sich für eine Aquarienanschaffung entschieden hat, sollte man sich überlegen, was für eine Größe es werden soll. Ich bin der Meinung, man sollte mit einer Größe von etwa 100cm x 50 cm x 50cm (250L) beginnen. Wenn man nun die für seine Wünsche passende Aquariengröße ausgewählt hat, und es sich bei einem Fachhändler seines Vertrauens in der Nähe besorgt hat, sollte man den richtigen Stellplatz auswählen. Es sollte an einem nicht zu sonnigen Standort untergebracht werden. Aus meiner Sicht ist ein Platz ideal, wo nur wenig oder leicht Tageslicht vorhanden ist. Wenn der richtige Unterbringungsort ausgewählt ist, besorgt man sich das Einrichtungsequipment. Bei der Kiesauswahl sollte man Quarzsand nehmen. Er ist so fein, dass der Mulm und Dreck sich nicht darin festsetzen kann. Er bleibt auf der Sandoberfläche liegen und lässt sich dann leicht absaugen. Jeden Bodengrund sollte man vor der Neueinrichtung gut durchspülen. Nach dem Einbringen des Bodengrundes sollte man das Material von vorn nach hinten leicht ansteigend verteilen. Bei der Pflanzenauswahl empfiehlt es sich, verschiedene Pflanzen auszuwählen wie Vordergrund- und Hintergrundpflanzen. Informationen über die passenden Aquarienpflanzen können wir im Fachhandel oder aus Pflanzenbüchern bekommen. Mit dem Aussuchen der Bepflanzung kann man noch gleich Steine, Höhlen oder Wurzel mitnehmen. Wenn man alle Sachen beisammen hat, geht es ans Einrichten. Da wir den Kies oder Sand schon im Aquarium gewaschen liegen haben, lassen wir zu Hälfte Wasser ein. Bevor wir die Pflanzen nun in den Bodengrund einbringen, schneiden wir die Wurzeln auf 1,5-2 cm Länge ab und entfernen kaputte und abgestorbene Blätter. Dann bringen wir Höhlen, Steine und Wurzeln in den Mittelpunkt und kurz darauf die Vordergrund- und Hintergrundpflanzen ein. Wenn die Bestückung des Beckens vollendet ist, füllen wir den Rest mit Wasser auf. Sobald dies alles geschehen ist, installieren wir Filter, Heizung und Licht. Danach stecken wir die Gerätekabel in die Steckdose und prüfen, ob alles auf sein Funktion. Damit die Einfahrzeit des Aquariums nicht so lange dauert, geben wir Wasseraufbereiter oder Biostarter-Kulturen ins Aquarienwasser hinein. Am besten ist es, wenn man eingelaufenen Filter im Aquarium auswäscht. Dann hat man gleich die gewünschten Bakterien im Aquarium, die man braucht. Wenn man nun 2-3 Wochen gewartet hat und alle Wasserparameter passen, kann man sein liebevoll eingerichtetes Aquarium mit Fischen bestücken. Nun ist es geschafft, das Becken ist vollständig und erfreut Jung und Alt, wenn schon bald die ersten Jungfische herumschwimmen. Martin Allstädt, Aquarienclub Braunschweig e. V.
Wenn man Tiere und Pflanzen im Aquarium pflegt, muss man einige Wasserwerte beachten, denn nur mit Füttern allein, kann man die Tiere nicht glücklich machen. Jedes Aquarium erhält einen Filter. Meist hat das Aquarium auch noch eine Heizung. Wir wollen hier wichtige Parameter kurz anreißen. Die Wassertemperatur ist im Aquarium einfach mit einem Thermometer zu messen. Die benötigte Temperatur hängt von den gepflegten Pflanzen und Tieren ab. So gibt es Fische wie die Diskus, die Temperaturen um 30 °C bevorzugen, während andere wie viele Zwerggarnelen gut bei Zimmertemperatur unter 25 °C zu pflegen sind. Die Wasserhärte spielt ebenfalls eine Rolle im Aquarium. Es gibt Fische, häufig aus Südamerika, Westafrika und Asien, die weiches Wasser bevorzugen. In Braunschweig selbst haben wir recht weiches Wasser. Gemeinden in Richtung Peine oder Salzgitter haben dagegen zum Teil hartes Wasser, was zum Beispiel gut am Verkalken von Wasserkochern zu sehen ist. Fast in direktem Zusammenhang mit der Wasserhärte steht der pH-Wert, der angibt, wie sauer oder basisch ein Wasser ist. Die Messskala geht von 0 bis 14. Der Wert 7 wird als neutral bezeichnet, Werte darunter als sauer und darüber als basisch bzw. alkalisch. Aus der Wasserleitung kommt immer leicht alkalisches Wasser mit Werten zwischen 7,5 und 8,5. Abhängig von der Wasserhärte und ein paar anderen Faktoren ändert sich das schnell. Fische aus weichen Gewässern bevorzugen meist einen pH-Wert zwischen 6,5 und 7, während er für Fische aus den ostafrikanischen Seen zwischen 7,5 und 8,5 liegen sollte. Man kann den pH-Wert mit entsprechenden Flüssigkeiten oder Pulver anpassen, aber auch einfache Mittel verwenden. Mit wenigen trockenen Erlenzäpfchen oder Eichenlaub säuert man an. Mit Kalkstein erhöht man die Wasserhärte und damit auch den pH-Wert. Nitrat ist ein durch Filterbakterien entstehendes Abfallprodukt. Wir geben Futter ins Aquarium, die Fische fressen es und koten. Reste werden von den Bakterien im Wesentlichen bis zu Nitrat abgebaut. Das Nitrat reichert sich im Wasser an und kann durch regelmäßige Wasserwechsel entfernt werden. Werte über 50 mg/l sind kritisch. Kai A. Quante, Aquarienclub Braunschweig e.V.
Weitere Artikel des Ratgeber Aquaristik der Braunschweiger Zeitung finden Sie auf der Seite Aquaristik Consulting.
Nach einigen Jahren Pause in der Haltung von Kampffischen hatte ich mich entschlossen, es doch wieder einmal mit diesen hübschen interessanten Fischen zu versuchen. Zunächst hatte ich Probleme überhaupt Betta splendens zu bekommen, die mir auch gefielen. Weil ich mich einerseits zwar für meinen ersten Versuch nach Jahren nicht gleich wertvollen Zuchttieren zumuten wollte, andererseits aber auch keine Lust auf diese schlappen langschwänzigen Kampffisch-Kerle hatte, die man üblicher Weise im Handel bekommt. Es dauerte eine ganze Weile, bis ich zwei hübsche B. splendens Männchen bekam. Noch schwieriger war es, geeignete bzw. überhaupt Weibchen zu bekommen. Ich mußte mir wohl einen ungünstigen Zeitpunkt ausgesucht haben. Aber plötzlich stolperte ich in diversen Zoohandlungen immer wieder über B. splendens Weibchen und jedes Mal gefielen sie mir besser als die zuvor erworbenen. Die beiden Männchen waren bis dahin erst einmal in Gesellschafts-Aquarien mit vorwiegend Lebendgebärenden Fischen wie Guppys und Platys untergebracht. Die ersten fünf Weibchen, die ich erwarb, setzte ich auch erst einmal zu einem der Männchen in ein Gesellschafts-Aquarium. Dann hatte ich noch einmal fünf Weibchen gekauft, die in ein 60-cm-Aquarium mit ein paar kleinen Zwergziersalmlern einzogen. Zwischenzeitlich war das zweite Männchen in ein 20-l-Aquarium umgezogen, weil es die armen Guppys doch ein bißchen arg angeknabbert hatte. Danach erwarb ich noch zweimal je drei hübsche B. splendens Weibchen, die ich ebenfalls jeweils zu dritt in 20-l-Aquarien unterbrachte. Während die Herren der Schöpfung sich ausgesprochen manierlich benahmen und sich damit begnügten ab und zu ein paar Schaumblasen auszuspucken und ihren Spiegelbildern in den Aquarienscheiben oder mir, wenn ich vor den Aquarien erschien, zu imponieren, fingen die Damen an zu zanken. Innerhalb der Fünfergruppen beschränkten sich die Meinungsverschiedenheiten auf Imponiergehabe und wilde Verfolgungsjagden, was aber bereits genügte, um ein wenig an meinen Nerven zu nagen, weil ständig Unruhe in den Aquarien war, was ich sonst so nicht gewöhnt war. Am schlimmsten war es jedoch bei den Dreiergruppen. Diese Weibchen zankten recht massiv miteinander und bissen sich sogar. Wenn nicht bei allen Weibchen eindeutig eine Laichpapille erkennbar gewesen wäre, hätte ich schon fast vermutet, dass ich statt Weibchen junge Männchen erwischt hatte, zumal einige der Weibchen eine sehr umfangreiche Beflossung und kräftige Farben hatten. Nach kurzer Zeit sahen alle Weibchen mehr oder weniger zerrupft aus. Einerseits wollte ich wieder Ruhe in den Aquarien haben - die übrigen Mitbewohner dieser Aquarien zeigten bereits erste Anzeichen von Schreckhaftigkeit - andererseits waren die Aquarien, in denen die B. splendens Weibchen untergebracht waren, alle nicht so eingerichtet, daß die Weibchen genügend Versteckmöglichkeiten gehabt hätten, um sich aus dem Weg zu gehen. Also entschloss ich mich, ein Aquarium speziell nur für die B. splendens Weibchen einzurichten. Ich stattete ein Aquarium mit den Maßen 80 x 30 x 40 cm mit einer üppigen Bepflanzung und einigen Wurzeln aus und setzte einige kleine Antennenwelse sowie 10 Amano-Garnelen Caridina multidentata als Putzkolonne ein. Nachdem das Aquarium nach knapp sechs Wochen gut eingefahren war, setzte ich sämtliche Kampffischweibchen gleichzeitig in dieses Aquarium. Ein paar Tage lang waren die Weibchen erst einmal verschwunden, aber als ich lebende Wasserflöhe als Futter anbot, war ihre Fressgier wohl doch größer als ihre Feigheit vor der neuen Umgebung. Es kamen alle Weibchen irgendwo aus dem Dickicht gekrochen. In den nächsten Wochen konnte ich beobachten, dass die Weibchen zwar ab und zu einander ordentlich imponierten. Es gab aber keinerlei Raufereien oder Jagden mehr. Vielmehr schien sich eine gewisse Rangordnung herausgebildet zu haben. Wenn bestimmte Weibchen an die anderen Weibchen heran schwammen, wichen diese anderen Weibchen zum Großteil zurück, als ob sie den Herangeschwommenen Platz machen wollte. Einige der Weibchen wichen dann wieder nicht aus, sondern zeigten in schönster Imponiermanier dem Ankömmling ihre Flanken. Es gab ein kräftig gefärbtes langflossiges Weibchen, dem alle bis auf ein einziges anderes Weibchen auswichen, diesem wichen wiederum alle übrigen bis auf zwei aus. Wenn mal eines der scheinbar untergeordneten Weibchen nicht sofort Platz machte, genügte es, wenn die offenbar ranghöheren Weibchen die Flossen streckten, um dieses dann doch in die Flucht zu schlagen. Da ich nie wieder Raufereien oder Hetzjagden beobachten musste, kann ich jedem nur empfehlen, Kampffisch-Weibchen in Gruppen mit mehr als fünf Tieren zu halten. Zwischenzeitlich waren die Garnelen recht groß geworden und hatten auch kein bißchen Respekt mehr vor den Bettas. Zur Fütterungszeit begann regelmäßig ein gewisses Gerangel; überhaupt nachdem das Futter zu Boden zu sinken begann und die Kampffischweibchen zwischen den Garnelen nach Futter pickten und nicht mehr nur an der Wasseroberfläche. Ab und zu beobachtete ich nun, daß die Garnelen während der Fütterung frei im Wasser herum schwammen. Sie sammelten dabei aber kein Futter auf. Eines Tages, als es mal wieder lebende Wasserflöhe zum Abendessen gab, sah ich, wie eine der Garnelen sich von unten an eines der Kampffischweibchen hängte und sich ein Stück von dem Weibchen mitnehmen ließ. Das ging so schnell, dass ich nicht deuten konnte, was da genau passiert war. Weil die Vermutung nahe lag, daß die Garnelen irgendwie an den Fischen herum knibbeln könnten, inspizierte ich erst einmal alle Betta Weibchen genauestens auf irgendwelche Veränderungen der Köperoberfläche. Aber da war absolut gar nichts zu finden. Die Fische waren munter, gesund und unbekümmert. Von da an konnte ich immer wieder dieses merkwürdige Verhalten der Garnelen beobachten, besonders bei der Verfütterung von lebenden Futtertieren. Die Garnelen hängten sich immer wieder kopfüber von unten an die Kampffischweibchen und ließen sich von ihnen ein Stück tragen. Die Kampffischweibchen zeigten darauf keinerlei Reaktion. Sie zuckten nicht und versuchten auch sonst nicht irgendwie die Garnelen loszuwerden, sondern gaben sich genüßlich weiter ihrer liebsten Beschäftigung, dem Fressen, hin. Beim genaueren Hinsehen, konnte ich auch erkennen, daß die Garnelen, einmal unten angehängt, absolut nichts mehr machten. Sie suchten die Weibchen nicht mit ihren kleinen Fußscheren ab, kniffen die Kampffische nicht mit den Greifern und tatsteten die Fische noch nicht einmal mit den Fühlern ab. Sie hielten sich einfach muksmäuschen still an den Kampffischweibchen fest - solange bis die Weibchen sich dazu herabließen, ein kleines Stück mit der Garnele als blindem Passagier durch das Aquarium zu schwimmen, dann ließen die Garnelen wieder los. Ich habe für dieses Verhalten keine andere Erklärung, als dass die Garnelen einfach Spaß an ihrem Ritt hatten und sich diese Verhalten vermutlich deshalb häufiger bei der Verfütterung von lebenden Futtertieren beobachten ließ, weil die Kampffische dann einfach sowieso mehr herum schwammen. Leider kann ich von diesem Garnelenritt kein Foto bieten ... wie das immer so ist: wenn die Garnelen diese Verhalten zeigten, war meine Kamera nicht griffbereit und wenn ich meine Kamera in der Hand hatte, hatten die Garnelen wohl keine Lust. Bis heute ist es bei mir noch nicht zu einem Zuchtversuch mit den erworbenen Betta splendens gekommen, weil die Männchen inzwischen gestorben waren, aber mit meinen streitbaren Damen und ihren anhängliche Garnelen habe ich trotzdem noch viel Spaß gehabt. Martina Lück
(aus "Der Makropode", Zeitschrift der IGL, Ausgabe 11/12-2004)
Es ist schon eine Weile her, als ich als bekennender Fan afrikanischer Welse mal wieder im hessischen Butzbach bei der Fa. OFAquaristik zu Besuch war. Aus einem vorherigen Telefonat mit dem Geschäftsführer Oliver Frank wusste ich, dass wieder einige interessante Welse aus den afrikanischen Breiten in seinen Aquarien schwammen. In einem Becken stach mir ein hübscher braun-grau-weiß marmorierter Wels mit einer Größe von knapp unter 10 cm ins Auge. Ich wusste, dass es sich um den marmorierten Stachelwels handelt. Die Tiere kommen in Afrika im Bereich des Kongo-Einzuges in stehenden wie fließenden Gewässern vor. Die bevorzugten Wasserwerte liegen im Bereich von ca. pH 6-7,5 und einer Wasserhärte von bis zu ca. 12° dGH. Dies erschien mir ideal für meine heimischen Wasserverhältnisse. Also mussten 2 Tiere mit mir die Heimreise ins Niedersächsische antreten. Geschlechtsunterschiede waren allerdings auf den ersten Blick nicht erkennbar. Zuhause bezogen die Tiere zunächst ein 90L-Becken in Gesellschaft mit ein paar unterschiedlichen afrikanischen und indischen Barben, die eine Größe von etwa 5-7 cm hatten. Warum erwähne ich das. Wenn man die so friedlich aussehenden Welse von vorne anschaut, fällt einem die doch recht breite Maulspalte sofort auf. Und nach Literaturangaben sollten die Tiere noch an Größe zulegen und bis knapp über 20 cm Länge erreichen können. Das bedeutet auch, dass ein Mitinsasse in passendem Ausmaß gerne mal als "Nahrungsergänzungsmittel" weggeputzt werden kann. Das gilt im Übrigen für alle Welse in entsprechender Größe! Die Tiere saßen nun recht friedlich in ihrer Behausung und ließen sich auch am Tage blicken. Sie sind allerdings keine ausgeprägten Bewegungshektiker. Ganz im Gegenteil, es handelt sich um ruhige Tiere, die untereinander wie auch gegenüber Mitbewohnern ausgesprochen friedlich im Verhalten sind. Die Tiere wuchsen langsam auf etwas über 10 cm an. Eines Tages fiel mir dann bei einer indischen Barbenart auf, dass ein paar Tiere fehlten. Hier konnten nur die Welskumpels zugeschlagen haben. Wahrscheinlich war die Art ausgesprochen lecker. Aus Jux habe ich den beiden Herrschaften Futterpillen zum Mahle angeboten (diese waren allerdings deutlich kleiner als die Barben). Die Pillen wurden entspannt "inhalliert". Das zeigt auch, dass es sich nicht um obligate Fleischfresser handelt. Trotzdem musste ich handeln, mit der Barbengesellschaft klappte es nicht mehr. Die Stachelwelse zogen um in ein 140 L-Becken und sind nun in Gesellschaft mit ein paar Fiederbartwelsen. Das funktioniert bis heute hervorragend. Die beiden Welse haben bis auf etwa 16 cm Gesamtlänge zugelegt. Mal sitzen sie gemeinsam in einer Höhle, mal einzeln oder sind auch tagsüber außerhalb der Versteckmöglichkeiten zu beobachten. Ob es sich um ein Pärchen handelt konnte ich noch nicht feststellen. Weder weisen die Tiere Unterschiede im Bauchumfang oder bei der Beflossung auf, noch sind irgendwelche Verhaltensauffälligkeiten zu beobachten. Eine Nachzucht des Marmorierten Stachelwelses ist sicherlich noch nicht erfolgt. Hierzu muss ich ehrlicherweise hinzufügen, dass die Tiere auch eher als Ausnahmeerscheinung im guten Fachhandel zu betrachten sind. Wer allerdings mal etwas Ausgefallenes sucht, und einem Tiere über den Weg "schwimmen", kann es guten Gewissens unter Beachtung der "Futterbesonderheiten" mit diesem Wels mal probieren. Eckhard Fischer, Aquarienclub Brauschweig e.V.
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