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Zierfisch-Lexikon


Lebendgebärende:

Ameca splendens - Ritterkärpfling
Er gehört zu den mexikanischen Hochlandkärpflingen, den Goodeiden. Diese haben in der Fischwelt die am höchsten entwickte Brutpflege entwickelt. Die Jungfische schlüpfen bereits im Mutterleib aus der Eihülle und ernähren sich dann über einer Art "Nabelschnur", den Trophotaenien aus der Leibeshöhle der Mutter. Bei der Geburt sind sie schon mit 1 bis 2 cm sehr groß und man erkennt in den ersten ein bis zwei Tagen noch die Trophotaenien, die auch bei jeder Art unterschiedlich sind. Alle Hochlandkärpflinge sind Pflanzenfresser und sollte durch Zusatzfutter in Form von Grünflocken, Gurkenscheiben oder Salatblättern ernährt werden.

Girardinus metallicus - Metallkärpfling
Das Männchen ist etwa halb so groß wie das Weibchen, die Färbung ist hauptsächlich silbrig grau. Beim mir hat es sich bewährt, mehrere Weibchen mit einem Männchen zu halten, da die Männchen den Weibchen stark nachstellen. Die Temperatur sollte bei 26°C liegen, Wasserwerte wie bei anderen Lebendgebärenden mit hartem Wasser.

Heterandria formosa - Zwergkärpfling
Einer der kleinsten Lebendgebärenden der in kleinsten Aquarien gepflegt werden kann. Das Weibchen ist erheblich größer als das Männchen. Den Jungen wird nicht nachgestellt. Meist wird alle zwei Wochen ein Junges geboren. Den Jungen wird nicht nachgestellt. Diese Art hat eine sogenannte Superfötation, das bedeutet, daß nach dem Befruchten sich die Jungfische nach eine Art Fließbandproduktion entwickeln. Man findet in den Weibchen von Eiern bis zu fast schlupfreifen Jungfische jede Zwischenstufe. Daher auch alle paar Tage ein oder zwei Jungfische auf längere Zeit und nicht wie bei Guppy oder Mollys alle auf einen Streich. Beckeneinrichtung kann sparsam sein, ein Büschel Javamoos und Riccia reicht aus. Es gibt Stämme, die haben eine gelbe oder eine rote Rückenflosse, die Weibchen werden mit 3,5 cm etwa doppelt so groß wie die Männchen.

Limia melanogaster - Jamaikakärpfling
Der Jamaikakärpfling ist ein guter Algenfresser, der viel freien Schwimmraum benötigt. Hälterung auch in 60 cm Becken leicht möglich. Haltung und Zucht sonst etwa wie beim Guppy.
© Kai A. Quante
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Phallichthys amates
© Kai A. Quante

Poecilia reticulata - Guppy
Dieser Fisch wird häufig als Anfängerfisch bezeichnet. Durch seine Vermehrungsfreudigkeit wurden schon viele Farb- und Flossenformen gezüchtet. Er gehört zu den sogenannten Lebendgebärenden Zahnkarpfen und bevorzugt hartes Wasser bei einem alkalischen pH-Wert. Die Beckengröße sollte bei ca. 60 cm liegen. Wie es bei den Lebendgebärenden meist üblich ist, werden nach vier Wochen fertig entwickelte Jungfische geboren. Neben den Zuchtformen werden gerade in letzter Zeit auch sehr viele Wildformen aus der ganzen Welt in den Aquarien gehalten. Sogar in Deutschland gibt es einige frei lebende Populationen, u.a. in Köln und im Spreewald. In der DGLZ werden zur Zeit 52 verschiedene Wildguppys gehalten.
© Kemnitz
© -Stefan-
Guppy-Weibchen
© Ulrike König
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Poecilia sphenops - Black Molly
Black Mollys sind, wie der Name schon sagt, schwarz gefärbt. Die Haltungstemperatur sollte bei 26°C liegen, auch hartes Wasser ist wichtig. Dieser Fisch ist etwas anfällig auf Krankheiten wie z.B. Pilze, daher ist die Härte besonders wichtig. Es gibt noch andere Farbformen, wie z.B. den Silber-Molly, den Gold-Molly und Mischformen. Black Mollys sind reine Zuchtformen, die so in der Natur nicht vorkommen. Die Wildformen von P. sphenops haben häufig an den Seiten blau schillernde Schuppen und können je nach Herkunft in den Farben sehr variieren. Die Krankheitsanfälligkeit kann durch leichte Temperaturerhöhung und etwas Salz-Zugabe, zur Desinfektion, vermindert werden.
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Poecilia velifera - Segelkärpfling
Benötigen besonders hartes Wasser. Auffällig ist die prachtvolle Rückenflosse der Männchen, die bei Jungtieren aber nur in großen, hohen Becken ausgeprägt wird. Eine Wassertemperatur von 28°C ist nötig, dieser Fisch ist anfällig auf Krankheiten, daher ist besonders auf regelmäßige Wasserwechsel zu achten. Zu empfehlen sind Aquarien ab 100 cm Kantenlänge und einer Höhe von 50 cm. Jungtiere bilden erst spät die Farben und Flossen aus. Die Jungfischzahl ist sehr groß. Nach Poßeckert können Lebendgebärende bis zu 300 Junge bekommen. Dies ist ursprünglich ein Brackwasserfisch, der aber auch in reinem Süßwasser vorkommt. Bei einer leichten Salzzugabe fühlt er sich also recht wohl.

Priapella compressa
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Xenotoca eiseni - Banderolenkärpfling
Ein Rowdy, Flossenbeisser und ein echter Rüpel - so wird er häufig bezeichnet. Der Banderolenkärpfling aus der Gruppe der mex. Hochlandkärpflinge kann aber auch ein recht friedlicher Fisch sein - wenn er richtig gefüttert wird! Er braucht viel pflanzliche Nahrung und damit kann man durchaus im gleichen Becken junge Guppys oder Schwertträger groß ziehen. Bekommt er aber als Futter lebende Wasserflöhe, ist es um die Ruhe geschehen und er beißt in jede Schwanzflosse, die er sehen kann! Etwa so wie ein Schäferhund "scharf" wird, wenn er nur rohes Fleisch zu fressen bekommt. Es ist ein schöner Fisch, dessen Goldsattel-Variante aus dem San Marcos-River wirklich ein toller Anblick ist! Auch die "Stammform", die nur die deutliche "Banderole" am Schwanzstiel zeigt hat viele sehenswerte Eigenheiten und die Besonderheiten der Goodeiden à Ameca splendens bieten viele besondere Eindrücke beim Beobachten dieser Fische!

Xiphophorus clemenciae
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Xiphophorus helleri - Schwertträger
Auch hier sind viele Farb- und Flossenformen erhältlich. Sehr genügsamer Pflegling, überlebt auch noch bei schlechten Verhältnissen. Wasserwerte wie andere Lebendgebärende auch, Temperatur kühler, kann auch im Sommer im Teich gehalten werden. Manche stellen ihren Jungen nach. Das Schwert im Schwanz ist für den Laien natürlich das beste Erkennungsmerkmal dieser Art, der Ursprung liegt aber nicht in der Schwanzform, sondern Heckel bezeichnete damit das schwertförmige Gonopodium. Da es viele Herkunftsgebiete vom X. helleri und anderen nahen Verwandten gibt (stille Seen oder Flüsse) ist auch die Verhaltensweise nicht eindeutig zu bestimmen. Es gibt viele Populationen, die nicht springen (ich habe selber seit vielen Jahren welche in offenen Becken und ohne Verluste) und fressen auch keine Jungtiere!
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Xiphophorus maculatus - Platy
Platys sind, ähnlich den Guppys, sehr produktiv. Wasserwerte stimmen weitestgehend mit den anderen Lebendgebärenden überein. Auch hier gibt es viele Farbvariante, wie zum Beispiel die rotgefärbten Korallen-Platys oder die Wagtail-Platys, die schwarze Flossen besitzen. Platys sollten kleiner und gedrungener als Schwertträger sein, sonst wurde vermutlich ein Schwertträger eingekreuzt. Daher nie Schwertträger und Platys in einem Aquarium pflegen. Die Kreuzung untereinander ist möglich. Kreuzungen sind zwischen X. helleri, X. maculatus und X. variatus möglich. Diese Kreuzungsmöglichkeiten ergaben erst unsere heute existierenden Farbschläge, die normalerweise nicht bei der einen oder der anderen Art vorkommen würden. Die roten Schwertträger z.B. wurden anfangs lediglich durch Kreuzung mit X. maculatus erreicht. Erst vor wenigen Jahren wurden im Rio Axtla (Mexiko) wohl auch rote Schwertträger in der Natur gefunden (vielleicht auch ausgesetzte???).
© Kemnitz
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Xiphophorus nezahualcoyotl
© Kai A. Quante
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