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Zierfisch-Lexikon


Regenbogenfische:
Regenbogenfische kommen haupts?chlich in Australien und Neuseeland vor, wo sie teilweise auch im Salzwasser vorkommen und daher auch in der Aquarienhaltung sehr hartes Wasser ben?tigen. In den letzten Jahren erfreuen diese Fische immer mehr Aquarianer aufgrund von Entdeckungen neuer Arten und bunten Farben der Fische.

Melanotaenia boesemani - Boeseman´s Regenbogenfisch
Eine weit verbreitete Art unter den Regenbogenfischen. Wegen ihrer grossen Anpassungsfähigkeit und ihrer schönen Färbung sind diese Tiere sehr beliebt. Es ist allerdings zu beachten, dass sie 12 cm Länge erreichen und sehr schwimmfreudig sind. Temperaturen spielen eine untergeordnete Rolle, meiner Erfahrung nach fühlen sie sich aber eher in wärmeren Becken wohl (26- 27°C). Adulte Tiere sind leicht an ihrem abgesetzten Kopf, bzw. hohen Rücken zu erkennen. Bei Männchen ist dieser "Buckel" deutlicher als bei Weibchen. Des Weiteren sind die Männchen durch die Färbung deutlich von den Weibchen zu unterscheiden. Männchen sind von der Körpermitte bis zur Schwanzflosse rot gefärbt. Diese intensive Färbung fehlt den Weibchen, welche meistens unscheinbar grüngelb gefärbt sind. Achtung: Leider sind im Handel oft schlecht gefärbte Tiere angeboten. Ebenso ist gerade M. boesemanii einer der Fische, welcher sehr häufig durch Inzucht zur Bildung von Geschwüren neigt. Hier die Tiere im Verkaufsbecken ganz genau anschauen. Nicht zu junge Fische kaufen, da die Symptome selten zu erkennen sind. Speziell ist auf Verformungen der Kiemendeckel und der Brustflossenansätze, sowie auf Geschwüransätze am Leib zu achten!

Wie die meisten Regenbogenfische sollte M. boesemanii ein gut bepflanztes Becken mit genügend Schwimmraum nutzen können. Es ist von Vorteil, die Tiere in einem Schwarm zu halten. Paarweise Haltung ist nur für gezielte Zuchtansätze zu empfehlen. Die Fische sind sehr verspielt. Im Gegensatz zu vielen anderen Schwarmfischen entwickelt diese Art anscheinend einen Charakter. Sie kommen an die Hand zum Fressen, betteln um Futter und erkennen ihren Pfleger. Futter nehmen sie eigentlich alles. Es sind aber Schleckmäuler, die einem schon zu verstehen geben, was ihnen am besten schmeckt. Sie vertilgen sehr grosse Mengen Futter. Die Fische sind Dauerlaicher. Sofern ihnen das Becken passt, wird gelaicht und zwar immer und immer wieder. Javamoos eignet sich gut als Laichsubstrat. Die Eier sind winzig klein und fast durchsichtig. Das Substrat wird dann aus dem Becken herausgefischt und in ein Aufzuchtaquarium übergeben. Hier können sich die Jungfische ungestört entwickeln. Das Wachstum ist sehr langsam. Man muss sich in Geduld üben. Bis die Tiere ihre volle Grösse und volle Färbung entwickelt haben, dauert es sicher zwei Jahre, meistens länger. Es ist ein sehr dankbarer Fisch. Bei der Anschaffung muss man sich bewusst darüber sein, dass er ein ziemlich hohes Alter erreicht. Ich habe meine ersten Tiere jetzt seit acht Jahren, und es geht ihnen nach wie vor blendend.
© frei verwendbar, Rebecca Devaux
© frei verwendbar, Rebecca Devaux

Melanotaenia irianjaya
Dieses Foto zeigt einen Regenbogenfisch, den ich unter dem Namen M. lacustris gekauft habe und auch zunächst die Färbung dieser Art aufwies, dann jedoch die Färbung, die auf dem Foto zu sehen ist, abgenommen hat. Auf den ersten Blick erinnert dieser Fisch an M. boesemani, jedoch ist die Färbung nicht ganz so intensiv, die Tiere blieben auch kleiner. Norbert Grunwald, Vorstandsmitglied der IRG, hat dann nach diesem Foto die Art M. irianjaya bestimmt. Als Indiz für diese Bestimmung gab er an, daß "der Fisch hat hinten den Mittelstreifen recht stark ausgeprägt und am Vorderkörper wenig Farbe" hat, "da haben gut gehaltene M. boesemani Weibchen mehr Farbe.". Der er diesen Fisch aber noch nie in einemHändlerbecken gesehn hat, ist es nur anzunehmen, daß es sich um diese Art handelt.
Hat schon jemand diese Art gehalten oder kann Hinweise zur Bestimmung dieses Fisches geben?
© Kemnitz

Melanotaenia lacustris - Aquamarin-Regenbogenfisch
Einfach zu pflegender Regenbogenfisch, bei dem mittelhartes Wasser ausreicht. Die Geschlechter lassen sich an unterschiedlicher Körperfülle erkennen. Laicht z.B. im Javamoos ab, legt aber über mehrere Tage nur wenige Eier. Die Jungen können mit Artemianauplien großgezogen werden.

Pantodon buchholzi - Schmetterlingsfisch
Ein sehr interessantes Tier! Er sieht aus wie ein Unterwasserschmetterling! Bewegen tut sich dieser Fisch nur an der Wasseroberfläche - nie sieht man ihn tiefer als einen Zentimeter im Wasser. Er soll sogar eine gewisse Strecke übers Wasser gleiten können! Gefressen werden sämtliche angebotenen Futtermittel, welche schwimmen. Das ist das einzige Kriterium. Die Fische können sehr gut in Gruppen gehalten werden. Die Oberfläche darf nicht ganz frei sein. Das Tier spielt Treibholz und will sich im Gewirr von Pflanzenblättern an der Oberfläche unsichtbar machen. Dies soll aber nicht heissen, dass Schmetterlingsfische scheu seien!! Im Gegenteil: Sie sind mitunter frech! Klauen anderen Fischen die Futterflocke vor der Nase weg. Überhaupt ist das Fressverhalten dieses Fisches sehr unterhaltsam. Er lässt sich bis zur Flocke treiben und schnappt dann kurz zu. Dabei entsteht ein Sog, welcher die Beute/Flocke einsaugt. Es ist kaum zu glauben, was alles in diesem Fisch Platz hat. Schmetterlingsfische werden häufig angeboten. Sie sind sehr gut zu vergesellschaften und stören die anderen Fische nicht.
© frei verwendbar, Rebecca Devaux


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