Tanganjikaseebuntbarsche:
Cyphotilapia frontosa - Tanganjika-Beulenkopf
| Ein sehr großer Cichlide, der meiner Meinung nach mindestens 120 cm Kantenlänge bekommen sollte. Männchen sind untereinander sehr unverträglich, daher sollte man nur ein Männchen mit mehreren Weibchen halten. Gestaltung des Beckens mit großen Steinen und ausreichend freiem Schwimmraum. Große Exemplare fressen einem regelrecht "die Haare vom Kopf", da solch ein Fisch mühelos 10 Futtertabletten auf einmal frißt. Der Fisch ist ein Maulbrüter, dessen Jungen im Becken belassen werden könne, da ihnen nicht nachgestellt wird. Sie werden bewacht und ab und zu zurück ins Maul genommen. Beim Säubern des Aquariums sollte man dies nicht vergessen, da sich die Fische besonders in dieser Zeit energisch zur Wehr setzten. Vor dem Kauf eines solchen Fisches sollte man das Problem der Ernährung nicht unterschätzen. |
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Cyprichromis leptosoma - Heringscichlide
| Ca. 10- 12 cm gross werdender Tanganjikaseecichlide der in der Freiwasserzone des Sees in Schwärmen lebt. Männchen je nach Herkunftsort verschiedenfarbig vom blauen Körper über oranger oder gelber Schwanzflosse bis hin zu sog. Tricolor-Tieren, die über mehrere Farben verfügen. Weibchen einfarbig silbern. Interessant ist, daß diese Tiere im freien Wasser laichen und das weibliche Tier die selbst gelegten Eier im freien Fall auffängt, dann nach den auf den Brustflossen des Männchens angedeuteten Eiflecken schnappt und dabei die Befruchtung der Eier stattfindet. C. Leptosoma gebähren ca. 10- 12 schon 1,5 cm grosse Junge, die man sehr gut durch den immer grösser werdenden Kehlsack betrachten kann. Sehr scheuer Fisch, Becken sollte über Abdeckscheiben verfügen, springt gern. Nur mit Schlankcichliden oder anderen am Bodengrund lebenden Barschen vergesellschaftbar, nicht mit lebendigen oder aggressiven Tanganjikasee-Cichliden. |
Die Gattung Tropheus
Die Arten der Gattung Tropheus kommen endemisch im Tanganjikasee vor. Besonders die Art Tropheus moorii zeichnet sich durch die vielen Geovarianten im gesamten Tanganjikasee aus, die mit dem jeweiligen Fundort im Namen versehen werden. So kommt also Tropheus moorii "Ikola" beim Ort Ikola in Tansania an der Ostküste des Tanganjikasees vor. Die Tropheus-Cichliden sind Aufwuchsfresser, daher dürfen sie nicht ausschließlich mit tierischer Nahrung ernährt werden. Bei uns hat sich ein Markenfutter mit hohem Pflanzenanteil bewährt, als Abwechslung füttern wir Cyclops.
Die Haltung von Tropheus sollte in einer Gruppe mit mindestens 15 Tieren erfolgen, besser noch mehr, da sich dann die innerartliche Aggressivität auf möglichst viele Fische verteilt. Für die Aquarien ist hauptsächlich die große Grundfläche entscheidend. Als Wasservolumen sollte die Regel gelten: mindestens 10 Liter Wasser pro Tropheus. Falls Sie jetzt, abgeschreckt durch die höheren Anschaffungspreise der Fische, eher von diesen Arten absehen, sei gesagt, daß es auch sehr interressant sein kann, Jungfische aufzuziehen und sich eine Gruppe heranzuziehen. Hierfür würde ich ca. 40 Tiere einer Art einsetzten und später einige Tiere aussortieren. Bei dieser Jungfischzahl hat man später auch genügend Weibchen, um eine ausreichend große Gruppe zu bilden. |
Enantiopus melanogenys - Stromlinienförmiger Sandcichlide
| Wird ca. 12- 15 cm gross. Männchen unterscheidet sich durch sein intensives Grün auf dem Kopf sowie blau in der Flanke. Weibchen sind schlicht silber. Ähnliche Haltung wie bei X. flavipinnis beschrieben. Männchen baut zum Ablaichen eine Sand-Arena bis zu 60 cm Größe im Durchmesser in der die spätere Eiablage und Befruchtung stattfindet. Es sollte bei der Haltung dieser Tiere auf eine große Grundfläche des Aquariums geachtet werden. Sehr schreckhaft, neigt auch sehr zum Springen (Deckscheiben). Häufigste Todesursache in der Haltung dieser äußerst interessanten Cichliden ist Streß oder mangelhafte Wasserqualität. |
Eretmodus cyanosticus - Tanganjikaclown
| Ca. 10 cm gross werdender Tanganjikasee-Cichlide, der vom durchsieben der Algenbestände lebt, jedoch mehr nach Kleintieren sucht. Lebt in der Brandung der Strände und der Geröllzone. Tiere schweben mehr durchs Wasser, bedingt durch eine kleinere Schwimmblase. Tiere verweilen dann gern majestätisch auf Steinen. Vater-Mutter Maulbrüter, Tiere sind beide hellbraun mit leichter Querzeichnung. Mutter tauscht nach ca. 10 Tagen mit Vatertier die bis dahin angereiften Larven, was im Gesellschafts-Aquarium mit anderen Tanganjikasee-Cichliden nicht immer klappt. Ca. 20 Jungtiere kommen nach 2,5- 3 Wochen mit ca. 8 mm Grösse ans Tageslicht. Jungtiere sind in der Farbe unterscheidbar. Kleinstlebewesenfresser, deshalb Cyclops, kleine Wasserflöhe sowie pflanzliche Kost, natürlich auch Trockenfutter. Kann mit Tropheus und anderen Tanganjikasee-Cichliden in genügend grossen Behältnissen vergesellschaftet werden. Entweder Paarhaltung oder mehrere Tiere, aus denen sich Paare entwickeln. |
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Julidochromis marlieri - Schachbrettschlankcichlide
| Aus dem Tanganjikasee, sollte bei entsprechenden Wasserwerten gehalten werden, nämlich alkalisch und hart. Die Temperatur sollte bei 26- 28°C liegen. Laicht paarweise in Spalten und Lochgestein ab, auch in selbstgegrabenen Höhlen. Paarweise verträglich. Hat sich erst einmal ein Paar gefunden, werden alle anderen Artgenossen bekämpft. Etagenzucht, nie alle Jungen aus dem Aquarium entfernen, da sich das Paar danach eventuell streiten könnte. Zum Zuchtansatz sollte man bei Julidochromis allgemein und z.B. auch bei Neolamprologus erst einmal eine kleine Gruppen in ein Aquarium einsetzten und dann das Pärchen, welches sich bildet, im Becken belassen, die anderen Entfernen. |
Julidochromis ornatus
| Hälterung und Zucht wie bei J. marlieri. Besitzt stärkere Gelbfärbung als J. marlieri und Längsstreifen. |
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Julidochromis transcriptus
| Hälterung und Zucht wie bei J. marlieri. Längsstreifen teilweise unterbrochen. Ansonsten starke Ähnlichkeit mit J. marlieri. |
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Lamprologus ocellatus - Schneckenbuntbarsch
| Bewohnt Schneckenhäuser, die er zunächst mit Sand füllt und in der Laichzeit freilegt. Aggressiv gegenüber Artgenossen und auch anderen Beckenbewohnern, die sein Revier streitig machen. Haltung bei Tanganjika-Wasser, das heißt bei alkalischem, hartem Wasser. Eine Temperatur von 25- 27°C wäre optimal. Die Zucht ist verhältnismäßig einfach bei oben genannten Hälterungsbedingungen. Die Jungen können mit Artemianauplien aufgezogen werden. Zunächst legt das Männchen eines der zugeschütteten Schneckenhäuser frei und laicht darin mit einem Weibchen ab. Wichtig für die Einrichtung sind viele Schneckenhäuser auf dem Boden und feiner Kies (Quarzsand). Wollen Sie mehrere Männchen in einem Aquarium pflegen, sollte es sich um eine möglichst hohe Grundfläche handeln und zur Revierbegrenzung müssen Steine oder größere Pflanzen im ganzen Aquarium verteilt sein. |
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Neolamprologus brichardi - Prinzessin von Burundi
| Die Temperatur sollte bei 26- 28°C liegen, Wasserwerte gemäß dem Tanganjikasee alkalisch und hart. Laicht paarweise in Höhlen, die Jungen werden gepflegt. Etagenzucht. Auffällig sind die gelben Punkte an den Kiemen. Vermehrt sich auch mit N. daffodil, daher nicht zusammen halten. |
Neolamprologus daffodil - Königin von Sambia
| Hälterung wie bei N. brichardi. Weniger ausgeprägte gelbe Punkte im Gegensatz zu N. brichardi. Vermehrt sich auch mit N.brichardi, daher nicht zusammen halten. |
Neolamprologus olivaceus
| Die Temperatur sollte bei 26- 28°C liegen, Wasserwerte gemäß dem Tanganjikasee alkalisch und hart. Laicht paarweise in Höhlen, die Jungen werden gepflegt. Etagenzucht. Besitzt unterbrochene rote Längsstreifen, was ihn von N. brichardi und N. daffodil unterscheidet. |
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Tropheus duboisi "Maswa"
| Häufig gepflegter Tropheus-Buntbarsch, meist weil die Jungfische weiß gepunktet sind. Später färben sich die Fische um und bekommen die Binde. Haltung wie andere Tropheus in einer Gruppe und natürlich in Wasser mit einem pH-Wert um 8 und daher einer Karbonathärte über 10°. Fütterung nur mit Pflanzenkost, eventuell Krebse wie z.B. Cyclops, da dieser Fisch ein Aufwuchsfresser ist, das heißt, er weidet Steine nach Algen ab und frißt dabei auch die darin vorkommenden kleineren Lebewesen. Die Nachzucht ist unter optimalen Bedingungen kein Problem. Entgegen einigen Aussagen, daß man diese Art auch paarweise halten kann, würde ich aber immer mindestens eine Gruppe von zehn Tieren pflegen, da sich dann die Aggressionen auf mehrere Fische verteilen und nicht ein Tier ständig unterlegen ist. Bei einem pH-Wert von ca. 7,5 habe ich festgestellt, daß eine unserer "Maswa"-Gruppen sehr schlecht fressen und besonders die innerartliche Aggessivität sehr ausgeprägt war. Nach Anhärten des Wassers zeigten die Tiere aber wieder ein ausgeglicheneres Verhalten und fraßen gut. Daher würde ich für einen pH-Wert um 8 plädieren. |
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Tropheus moorii "Bemba"
Tanganjikaseebuntbarsch, der bei alkalischem, hartem Wasser gehalten werden muß. In einer größeren Gruppe am besten zu halten. Die Temperatur sollte bei 26°C liegen, eine gute Filterung ist erforderlich. Interessant ist die Vermehrung, da dieser Fisch zu den Maulbrütern gehört, das heißt, daß die Eier im Mund des Weibchens "ausgebrütet" werden und die Jungen das Maul vollständig entwickelt verlassen, auch ab und zu noch zum Schutz ins Maul aufgenommen werden. Die Haltung ist auch in einem vollständig bepflanzten Aquarium möglich. Die Jungfische können im Becken der Eltern gelassen werden, weil die Eltern ihnen nicht nachstellen.
Wichtig ist, wie auch bei Tropheus duboisi "Maswa" beschrieben, daß das Futter nur aus Pflanzenkost, und in geringen Anteilen aus Krebsen, besteht. Versuche auf diesem Gebiet sollte man unbedingt vermeiden. Für das Aquarium sollte man einen ruhigen Platz aussuchen, damit die Fisch nicht ständig von vorbeikommenden Personen verschreckt werden. Der Hausflur wäre also nicht geeignet. Steinaufbaueten und andere Gegenstände zur Revierabgrenzung sind genauso wichtig, wie freier Platz, um eine Laichgrube auszuheben. Eine Gruppe mit mehreren Männchen geht auf Dauer nicht gut, daher ist es sinnvoll, nicht unbedingt Pärchenweise zu pflegen, ein gesunder Weibchenüberschuß verhindert größere Streitigkeiten. Auch eine große Gruppe verteilt die Aggressionen auf möglichst viele Fische, so daß das Zusammenleben in größeren Gruppen mit vielen Weibchen einige Vorteile bietet. Es ist auch möglich, nur Männchen zu halten, wenn man nicht an Nachzuchten interessiert ist. Sind nämlich keine Weibchen im Aquarium, sind auch die Männchen untereinander verträglich.
Wenig sinnvoll ist es auch, zu große Aquarien für die Haltung kleiner Gruppen zu verwenden, da dann auch Streitigkeiten folgen. Die Größe der Gruppe muß immer auch der Beckengröße angepaßt sein. Für das Wohlbefinden der Fische ist es nötig regelmäßig den Wasserwechsel durchzuführen, am besten alle zwei Wochen. Bei Tropheus-Aquarien ist es angebracht, nicht ständig die Zusammensetzung der Beckenbewohner zu ändern oder die Einrichtung umzustellen, da die Fisch sich ein Revier suchen. Stellt man die Einrichtung um, beginnen wieder Revierkämpfe, die unnötig Unruhe in das Aquarium bringen. |
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Tropheus moorii "Golden Chizanze"
| Diese Moori-Geovariante ist seltener unter den Aquarianern verbreitet. Bei wenig Licht zeigt der Fisch eine rote Färbung des Körpers und blaue Flossen, bei Beleuchtung sieht man die gelbliche Färbung wie auf den Fotos. Sehr produktiv. Die Jungfische ähneln denen des beliebten "Ilangi". Neben der Streifenzeichnung ist schon klar ein roter Unterton zu erkennen, auch die Flossen sind rötlich gefärbt. |
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Tropheus moorii "Ikola" - Kaiser-I-Moori
| Ca. 13- 14 cm grosser Vertreter der Tropheus-Familie. Einer der begehrtesten Moori, weil der Kaiser auffällig durch seine breite zitronengelbe Binde ist. Sollte immer mit bedeutend mehr Weibchen gehalten werden, z.B. 1:7, oder besser mehr. Männchen sind untereinander unverträglich, wenn nicht genügend Weibchen vorhanden sind. Innerartlich aggressiv. Kann mit Lamprologus-Arten oder Julidochromis-Arten vergesellschaftet werden, von anderem rate ich aus div. Erfahrung ab. Aufwuchsfresser, ernährt sich in der Natur hauptsächlich von Algenaufwuchs, kann aber ab und zu mit Cyclops gefüttert werden. Anderes Frostfutter würde ich nicht empfehlen, da Tropheus im allgemeinen zu Darmempfindlichkeit tendieren, wenn als weiterer Faktor Stress einwirkt. Maulbrüter der recht große Nachfahren von 1- 1,2 cm zur Welt bringt. |
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Tropheus moorii "Kiriza" - Kaiser-II-Moori
| siehe T. moorii "Ikola", Unterschied liegt in der schmalen zitronenfarbenen Binde, die in der Regel bis in die Rückenflosse geht. |
Tropheus moorii "Moliro" - Karminroter Moori, Schwanzstreifen-Moori
| siehe oben stehende Tropheus, fällt allerdings durch seine starke kaminrote Farbe auf. Erregte Tiere, z.B. beim Füttern, leuchten intensiv rot. |
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Tropheus moorii "Mpulungu" - Sunset-Moori, Orangefleck-Moori
| siehe oben stehende Tropheus, grüner Hintergrund mit orange-gelbem Fleck auf der Seite, sonst wie vorher beschriebene. Den orangen Fleck kann man am besten mit häufiger Cyclopsfütterung bewahren, sonst wird er schnell gelb. |
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Xenotilapia flavipinnis "Nyanza Lac" - Sandcichlide
| Durch die gelbe Schnauze und den gelben Flossensaum und das interessante Fortpflanzungsverhalten interessant. Mutter-Vater Maulbrüter. Sollte nicht mit aggressiven Buntbarschen aus dem Tanganjika-See vergesellschaftet werden. Stellt sehr hohe Ansprüche an Futter und Wasserbeschaffenheit. PH über 8, 15- 25° dGH. Sehr stressanfällig, deshalb empfehle ich Einzelhaltung oder wenn Vergesellschaftung, dann mit Cyrpichromis oder Julidochromis-Arten. Paarweise Haltung möglich, jedoch besser im Schwarm von 10-15 Stück, erst dort wird es vom Verhalten interssant, Männchen hebt kleine Laichgruben aus, deshalb am besten Quarzsand im Aquarium, auch aus Gründen der Futteraufnahme. Xenos sieben in der Natur den Bodengrund (Sand) durch nach Kleinstlebewesen. Unterständiges Maul. Fortpflanzung wie bei anderen Maulbrütern ,Weibchen nimmt Eier nach Ablage und Befruchtung auf (ca. 25- 35) gibt sie aber nach ca. 9- 10 Tagen an Männchen als Larven ab. Nach weiteren 8- 12 Tagen je nach Wassertemperatur und Stress im Becken lässt Männchen Junge zur Futtersuche heraus. Beide verteidigen Ihre Brut auch gegen die Artgenossen. Jungen sind ca. 7-8 mm groß und nehmen sofort kleine Cyclops und Artemia-Nauplien auf. Xenos im allgemeinen sind sehr sauerstoffbedürftig. Bei diesen Arten ist die Vermehrung ein Zeichen dafür, daß die Tiere sich wohlfühlen. |